Qualitative Netzwerkforschung (QNWF) zielt auf die Analyse von Beziehungen in Beziehungsgefügen. Beziehungsgefüge werden dabei als strukturierende und strukturierte Struktur sozialen Handelns und sozialer Positionierungen gefasst. Sie sind einerseits Produkt relationaler Aushandlungsprozesse und stellen zugleich den Kontext dieser Aushandlungsprozesse, des sozialen Handelns und/oder der Positionierungen dar. Sie sind sinnhaft, konstruiert, prozesshaft und perspektivisch. So können Beziehungsgefüge als Kontext sozialer Handlungen, in ihrer Dynamik, bzw. Prozesshaftigkeit und als Produkt in den Blick genommen werden: Beziehungsgefüge sind nicht einfach da, sondern werden beständig aktualisiert. 
Damit greift die QNWF eine strukturale Perspektive auf, grenzt sich aber zugleich von klassischen strukuralen Perspektiven der SNA wie „Netzwerkstruktur“ oder „Netzwerkform“ ab, die in einem Spannungsverhältnis zu diesen Wirklichkeitsannahmen stehen. Qualitative Netzwerkforschung leistet mit einem interpretativen Verständnis von Netzwerken als Beziehungsgefügen einen Beitrag zur Netzwerkforschung.
Das genuine konstruktivistische Verständnis sozialer Wirklichkeit einer QNWF wird dabei in Bezugnahmen sowie in Auseinandersetzung mit anderen ontologischen Ansätzen (z.B. Wissenssoziologie, Symbolischer Interaktionismus, hermeneutische Ansätze, relationale Soziologie) pointiert. Zugleich hat die QNWF Bezugspunkte in relationalen und strukturalen Konzepten der Netzwerkforschung z.B. Dyade, Triade, Balance etc. Bezugspunkte sind dabei nicht als direkte Importe zu sehen, vielmehr ist die Bezugnahme Teil der Konzeptionierung der QNWF, indem die Konzepte eine konstruktivistische Übersetzung erfahren und damit als heuristische Konzepte eingeführt werden. So wird das Konzept der Triade bspw. zur Rekonstruktion von Dreierkonstellationen relevant, aber auch wie Dreierkonstellationen für andere Beziehungsgeflechte (im Sinne von handlungsleitender Schemata einzelner) relevant werden.
Gegenstände der qualitativen Netzwerkforschung können dabei sowohl Beziehungsgefüge im Kontext von Konzepten (Milieus, Felder, Sozialräume, Familien, Mobilität etc.), Prozessen (Netzwerkgenese, Praktiken des Netzwerkens etc.), Funktionen (Integration, Wissensdiffusion, soziale Unterstützung etc.) als auch konkreten Phänomenen und Ereignissen (Statuspassagen etc.) sein. 
QNWF könnte auch konstruktivistische Netzwerkforschung, interpretative Netzwerkforschung, sinnverstehende Netzwerkforschung heißen – dies stellt gerade die Spannung in der gegenwärtigen Konkretisierung von QNWF dar, dies zu konturieren. Grundlegend leitet sich aus dieser ontologischen Perspektive jedoch eine Verortung in der qualitativen (interpretativen und rekonstruktiven) Sozialforschung ab, die ein breites method(olog)isches Repertoire (Ethnographie, Dok. Methode, GTM, Sequenzanalyse etc.) anbietet. Die Anpassung auf und für eine qualitative Netzwerkforschung wird im Rahmen des DFG Netzwerks ausgelotet.